Rückschau

Voller Erfolg beim 1. Schulsanitätsdienst-Tag 2019

Am Samstag, dem 18.05.2019, fand der 1. Schulsanitätsdienst-Tag der Hilfsorganisationen aus Wiesbaden statt. Ab 9.00 Uhr öffnete das erstmalig durchgeführte Event zur Anmeldung seine Tore. Aus 12 Schulen meldeten sich 14 Mannschaften zum Wettkampf und Interessierte für die 4 Workshops zu diesem Tag an.

Um 10.00 Uhr begann der Tag mit den Grußworten von Max Klug (Kreisjugendleiter Deutsches Rotes Kreuz) neben Maurice Becker (Regionaljugendleiter Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.) und Roland Fuhrmann (Koordinator Schulsanitätsdienst Arbeiter-Samariter-Bund), die für die Schulsanitätsdienstarbeit bei den jeweiligen Hilfsorganisationen zuständig sind.

Gleich zu Beginn hielt Pfarrer Andreas Mann, Seelsorge in Notfällen Wiesbaden (SIN), einen Vortrag über die Hilfe für die Helfer. Wie geht man mit Schrecksituationen um? Durch seine langjährige Erfahrung im Bereich der Notfallseelsorge konnte er die teilnehmenden Schüler/innen und auch Betreuungslehrer/innen in ein Themengebiet einführen, das oftmals vernachlässigt und unterschätzt wird.

Gleich im zweiten Teil übernahm Dr. Jan Huwe, Oberarzt Helioskliniken HSK und Notarzt, einen weiteren interessanten Vortrag.
Ist ein Schulsanitätsdienst überhaupt nötig oder wichtig? Brauchen wir solch eine Arbeit in unserer Gesellschaft? Nach der Grundlage einer skandinavischen Studie zeigte Dr. Huwe den Anwesenden auf, wie sinnvoll ein gut strukturierter Schulsanitätsdienst den Heilungsprozess eines verunfallten Menschen fördert. Der Schulsanitätsdienst ergänzt ein wichtiges Glied in der Rettungskette.

Nach einer besonderen Verköstigung, die der Katastrophenschutz des Arbeiter-Samariter-Bundes für die 160 anwesenden Teilnehmer und Helfer vorbereitet hatte, stärkten sich alle Anwesenden, um für den anstehenden Wettkampf gerüstet zu sein.
Die angemeldeten Teams stellten sich daraufhin den 4 Disziplinen zu unterschiedlichen Szenarien. Alle sonstigen Teilnehmer erweiterten ihr Wissen in einem der angebotenen Workshops.

Rund um das Gelände des Arbeiter-Samariter-Bundes in Wiesbaden stellten die Hilfsorganisationen verschiedene Fahrzeuge des Katastrophenschutzes aus und jeder konnte mal anfassen, eintreten und staunen, was die Fahrzeuge so alles in ihrem inneren aufbewahren. Auf dem Rücken eines der Pferde der Johanniter Reiterstaffel gab es die Möglichkeit, einmal ein „Rettungspferd“ zu reiten. Popcorn als süße Zwischenstärkung gab es am Stand des Jugendrotkreuzes.

Heiß ersehnt gab es am Nachmittag die Ergebnisse zum Wettkampf, dessen ersten Platz das Gymnasium Bleidenstadt für sich gewinnen konnte. Zu den Gewinnprämien gab es auch einen Wanderpokal, der jährlich weiter gegeben wird. Platz zwei ging an die Sophie und Hans Scholl Schule in Wiesbaden. Den dritten Platz konnte die Elly-Heuss-Schule in Wiesbaden für sich geltend machen. Für alle Teilnehmer gab es zur Erinnerung eine Medaille und eine Urkunde. Glücklich und zufrieden mit dem Gesamtergebnis beendete die Veranstaltungsleitung den 1. Schulsanitätsdienst-Tag in Wiesbaden mit einer Einladung für das nächste Jahr.

Dieses logistische Meisterwerk wurde nicht nur durch die Mithilfe der Hilfsorganisationen in Wiesbaden ins Leben gerufen, sondern auch dank der vielen fleißigen, freiwilligen Helfer aus unterschiedlichen Bereichen umgesetzt, die mit ihrer Tatkraft diesen Tag zu einem unvergesslichen Abenteuer gemacht haben.

Die nötige finanzielle Unterstützung ist dank Christoph Manjura, Dezernent für Soziales, Bildung, Wohnen und Integration, und der Naspa Stiftung auf die Beine gestellt worden, die maßgeblich für die Entstehung solch einer Zusammenarbeit in Wiesbaden beigetragen haben.

Roland Fuhrmann