Rettungswagen des ASB Westhessen auf dem Weg zu einem Einsatz
Besuchshundedienst

Ein Besuch kann Freude bringen. Auch ohne Worte.

Tiere können Herzen öffnen, Vertrauen schaffen oder einfach glücklich machen, denn ihre ehrliche, wohlwollende Art wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden von Menschen aus. Gerade Senioren, Menschen mit Handicap oder Kranke können vom Kontakt mit einem tierischen Partner profitieren.

Mit Herz und Hund - ein Gewinn für Senioren und Kinder.

Wenn die Sprache bei alten, kranken oder behinderten Menschen beeinträchtigt oder jemand durch eine demenzielle Erkrankung verwirrt ist, ziehen
sich die Betroffenen oft in sich selbst zurück. Die Besuchshunde erreichen diese Menschen auf einer Ebene ohne Worte. Sie schenken unvoreingenommen Zuwendung und können so selbst Schwerkranken aus ihrer inneren Isolation helfen.

Kinder in Tagesstätten oder Schulen hingegen werden von den Hunden spielerisch dazu erzogen, mit sich und der Umwelt verantwortungsvoller umzugehen. Die Tiere geben den Kindern ein Gefühl von Geborgenheit und Selbstsicherheit. Und ein schöner Effekt ist darüber hinaus, dass Kinder bei regelmäßigen Kontakten mit Hunden umgänglicher und weniger aggressiv sind.

Ein Gewinn für das Mensch-Hund-Team.

Der ASB-Besuchshundedienst ist eine ideale Möglichkeit für Hundebesitzer, sich mit ihrem Tier freiwillig zu engagieren. Sie erleben die Freude und
Begeisterung der Menschen, die sie besuchen, unmittelbar. Eine Erfahrung, die viele sehr bewegt.

Wo werden die Hunde eingesetzt?

Die Einsatzmöglichkeiten von Besuchshunden sind vielfältig:

  • in Seniorenheimen
  • in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung
  • bei psychisch erkrankten Menschen
  • in Hospizen und auf Palliativstationen
  • in Wohngruppen für Kinder
  • in Kindertagesstätten
  • in Schulen, z. B. während Projektwochen
  • in Justizvollzugsanstalten

Diese Besuche finden nach Absprache mit der Einrichtungsleitung, den Hundebesitzern und den Klienten in einem regelmäßigen Turnus statt.

Unbegründete Bedenken.

Zuerst sind viele Hundebesitzer unsicher: Kann ich selber überhaupt mit alten oder kranken Menschen umgehen? Ist mein Hund nicht zu ungestüm? Doch solche Bedenken sind meist unbegründet. Die Hundebesitzer werden vom ASB auf die Besuche vorbereitet. Bei Fragen haben sie auch später jederzeit einen Ansprechpartner. Auch lebhafte Hunde sind oft sehr einfühlsam und deswegen als Besuchshunde gut geeignet.

Gute Vorbereitung und Begleitung.

Alle ASB-Besuchshunde absolvieren vor ihrem ersten Einsatz einen spielerischen Eignungstest. Sie sollten menschenfreundlich und ausgeglichen
sein. Der Test dauert ungefähr eine Stunde und macht den meisten Tieren Spaß. Dabei können die Prüfer erkennen, ob ein Hund mit seinem Halter
für den Besuchsdienst geeignet ist.

Die Hunde und ihre Besitzer lernen, worauf sie bei einem Besuch achten müssen und wie er verläuft. Auch zwischen den Einsätzen treffen sich die Teilnehmer des Besuchshundedienstes regelmäßig zum Austausch mit dem Projektleiter.

Selbstverständlich sollten die Hunde, während sie für den ASB im Einsatz sind, regelmäßig von einem Tierarzt untersucht werden. Sie müssen
geimpft, entwurmt und während ihrer Besuche haftpflichtversichert sein.

 

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Roland Fuhrmann

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